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Polizei mit Machete bedroht

26.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

DETTINGEN (lp). Bei einer Verkehrskontrolle hat ein 25-Jähriger aus einer Kreisgemeinde am Donnerstagnachmittag in Dettingen eine Polizeibeamtin und einen Polizeibeamten mit einer Machete bedroht. Nachdem die Beamten ihre Dienstwaffe zogen, warf der Mann das Messer weg und konnte festgenommen werden. Verletzt wurde niemand.

Zu der äußerst bedrohlichen Situation kam es gegen 15.30 Uhr, als einer Streifenwagenbesatzung der Bereitschaftspolizei in Bad Urach ein mit zwei Personen besetzter VW Golf auffiel, dessen Fahrer nicht angegurtet war. Deshalb sollte der 25-Jährige angehalten werden. Dieser missachtete allerdings sämtliche Anhaltezeichen und fuhr stattdessen in Richtung Dettingen davon. In der Hülbener Straße gelang es der Streifenwagenbesatzung schließlich, den Wagen zu überholen und anzuhalten, worauf der Fahrer ausstieg und auf die ebenfalls aussteigenden Beamten zuging. Als diese die mit der Spitze nach vorne gerichtete Machete in der Hand des 25-Jährigen bemerkten, zogen beide ihre Dienstwaffen, worauf der Mann stehen blieb. Der Aufforderung, das Messer wegzulegen, kam er schließlich zögerlich nach. Er warf die Machete über das offene Dach ins Innere seines Wagens. Danach legte er sich, wie von den Polizisten gefordert, auf den Boden und wurde festgenommen. Eine Absicht, die Polizeibeamten zu verletzen, wies er in seiner späteren Vernehmung von sich. Warum er überhaupt zu der offensichtlich griffbereit im Fahrzeug liegenden Machete gegriffen hatte, begründete er mit Wut über die Kontrolle. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in besonders schwerem Fall und Bedrohung eingeleitet.

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