Blaulicht

Passanten mit Messer angegriffen

18.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

39-Jähriger Mann verletzte mehrere Personen in der Reutlinger Innenstadt

Ein 39-jähriger Mann hat heute gegen 14 Uhr vermutlich sieben Personen in der Reutlinger Innenstadt verletzt, fünf der Opfer trugen Schnitt- oder Stichverletzungen davon. Drei dieser Verletzten mussten zur ambulanten Behandlung in die Klinik eingeliefert werden. Es besteht für die Opfer keine Lebensgefahr. Zwei Personen wurden mit Faustschlägen traktiert.

REUTLINGEN (lp). Der mit einem Messer bewaffnete Reutlinger verletzte gegen 14 Uhr an der Ecke Karlstraße/Unter den Linden eine ebenfalls 39-jährige Frau am Hals.

Auf seinem weiteren Weg durch die Reutlinger Innenstadt verletzte der Tatverdächtige auf Höhe des Hauptpostamtes zwei 24 und 36 Jahre alte Männer mit dem Messer ebenfalls am Hals. Die drei am Hals verletzten Personen wurden mit einem Hubschrauber in ein Klinikum gebracht, dort aber lediglich ambulant behandelt.

Danach begab sich der Tatverdächtige zum Zentralen Omnibusbahnhof und stach dort einen 24-jährigen Mann in den Rücken. Dort warf er das Messer weg und stieg in den Regionalbus Richtung Pfullingen ein. Die Polizei fand ein „kleines Küchenmesser“.

Bei Festnahme massiven Widerstand geleistet

Ein im Bus befindlicher Fahrgast erhielt vom Täter einen Faustschlag ins Gesicht. Darüber hinaus soll dieser noch im Bus einen bislang unbekannten Fahrgast mit einem messerähnlichen Gegenstand am Arm verletzt und in der Albstraße, auf Höhe des städtischen Hallenbades, laut Zeugenaussagen nach dem Aussteigen einen weiteren Mann mit der Faust geschlagen haben.

Der Tatverdächtige konnte aufgrund der bereits vorhandenen Personenbeschreibung gegen 14.30 Uhr von Beamten des Polizeireviers Reutlingen im Bereich der Albstraße vorläufig festgenommen werden. Hierbei leistete er massiven Widerstand.

Der Tatverdächtige wurde noch am späten Freitagnachmittag durch das Kriminalkommissariat Reutlingen vernommen, die die Ermittlungen noch vor Ort übernommen hatten. Das Motiv der Tat ist bislang ungeklärt. Die Opfer stehen nach bisherigen Erkenntnissen in keiner Beziehung zum Täter und wurden offensichtlich grundlos angegriffen.

Zur Fahndungsunterstützung war neben den rund 15 Fahrzeugen des Polizeipräsidiums Reutlingen auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

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