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Kontrollen von Polizei und Zoll

25.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (lp). Eine erschreckende Bilanz zog das Polizeipräsidium Reutlingen bei einer gemeinsamen Kontrolle mit dem Zoll bei einer Kontrolle gegen Schwarzarbeit im Transportgewerbe am Mittwoch zwischen 12.30 und 19.30 Uhr in Nürtingen. Drei Spezialisten der Verkehrspolizeidirektion und zwölf Fahnder der Finanzkontrolle Schwarzarbeit nahmen gezielt deutsche Kleinlastwagen und Transporter der so genannten Sprinter-Klasse ins Visier. Von den rund 50 Fahrzeugen, die angehalten und überprüft wurden, nahm die Polizei 19 Transporter näher unter die Lupe, lediglich vier blieben ohne Beanstandung. Bei 15 Kleintransportern mussten wegen Geschwindigkeitsverstößen, nicht eingehaltener Lenk- und Ruhezeiten oder technischer Mängel Bußgelder verhängt werden. Zwölf Fahrern wurde die Weiterfahrt vorläufig untersagt, bis notwendige Pausen eingehalten oder die Ladung vorschriftsmäßig gesichert war. In vier Fällen mussten die Fahrer völlig abgefahrene Reifen vor Ort wechseln, bevor die Fahrt fortgesetzt werden durften. Dem Kleinlasterfahrer einer Spedition aus dem Göppinger Raum konnten die Ermittler so viele und gravierende Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten nachweisen, das ihm ein mögliches Bußgeld von über 12 000 Euro droht. Auch vom Zoll wurden eine Reihe von Verfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz, Überprüfungen der Beschäftigungsverhältnisse, möglicher Sozialabgabenverstöße oder Umsatzsteuerbetrugs eingeleitet.

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