Blaulicht

Falsche Polizeibeamte

19.01.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Polizei warnt vor betrügerischen Telefonanrufen

WENDLINGEN/PLOCHINGEN (lp) Am Mittwochabend sind erneut Anrufe falscher Polizeibeamter bei Bürgern in Wendlingen und Plochingen eingegangen. Die Kriminellen gaben sich als Hauptkommissar Wolf und Hauptkommissar Haupt vom Polizeiposten Plochingen oder Polizeiposten Wendlingen aus.

Der Anrufer erzählte die übliche Geschichte, man habe Einbrecher festgenommen, bei denen entweder Schmuck oder gar die Adresse der Angerufenen gefunden wurden. Durch geschickte Gesprächsführung versuchten die Betrüger, Näheres über die persönlichen Lebensumstände und insbesondere das Vorhandensein und den Aufbewahrungsort von Wertsachen zu erfahren. Weder gibt es diese Personen bei den genannten Dienststellen, noch stammen diese Anrufe von der Polizei. Es handelt sich vielmehr um eine Betrugsmasche die seit Jahren bekannt ist und vor der die Polizei immer wieder warnt.

Die Täter rufen vornehmlich bei älteren Personen an. Mit technischen Tricks gelingt es ihnen, dass auf dem Display die Rufnummer einer Polizeidienststelle oder die Notrufnummer 110 erscheint. Sie behaupten meist, Einbrechern auf der Spur zu sein, bei denen eine Liste oder ein Zettel mit der Adresse der Angerufenen aufgefunden worden sei. Es handle sich um vertrauliche oder geheime Ermittlungen, über die nicht gesprochen werden darf. Nichts davon ist wahr. Dann kundschaften die Betrüger durch geschickte Fragen aus, wann der Angerufene nicht zu Hause ist, ob er alleine lebt, Geld und Wertsachen besitzt. Diese Infos können den Tätern bei der Planung eines späteren Einbruchs oder Trickdiebstahls dienlich sein.

Eine weitere Masche ist, dass angebliche Kriminalbeamte in Zivil direkt an der Haustür klingeln. Mit einem gefälschten Dienstausweis, der den Bewohnern dann sehr kurz vors Gesicht gehalten wird, gelingt es ihnen, sich das Vertrauen und dadurch Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Diese falschen Polizisten sind geübt, sich schnell einen Überblick in der Wohnung zu verschaffen. Sie nutzen jede kleine Unaufmerksamkeit der Bewohner, um Wertsachen wie Geldbeutel, Uhren und Schmuck, die teilweise offen auf Schränken oder Tischen liegen, zu stehlen. Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, wenn ein derartiger Anruf kommt oder der Besuch eines angeblichen Kriminalbeamten. Keinesfalls sollte man persönliche und finanzielle Verhältnisse oder Angewohnheiten preisgeben. „Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer, den Namen und die Dienststelle des Anrufers und legen Sie auf. Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle auf oder wählen Sie den Polizeinotruf 110 und teilen Sie den Vorfall mit.“

Bei Besuchen sollte man sich immer den Dienstausweis zeigen lassen und schon beim geringsten Zweifel bei der örtlichen Dienststelle nachfragen. Unbekannte sollten immer vor der Wohnungstür bleiben. Die Polizei wird niemanden zu Hause aufsuchen, um zu erfragen, wo Wertgegenstände und Bargeld aufbewahrt werden.

Weitere Tipps: www.polizei-beratung.de.

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