Blaulicht

An der Haustür überrumpelt

15.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Polizei warnt vor betrügerischen Teerkolonnen

(lp) Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt vor sogenannten Teerkolonnen aus dem englischsprachigen Raum, die zurzeit im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen und auch darüber hinaus ihr Unwesen treiben. Mittlerweile sind der Polizei seit Anfang September rund zehn Fälle aus Esslingen, Ostfildern, Metzingen, Eningen, Gomadingen, Lichtenstein und Engstingen bekannt.

So hat bei einem Hausverwalter in Altbach am Mittwochnachmittag ein seriös auftretender Mann das Angebot unterbreitet, eine etwa 120 Quadratmeter große Hoffläche kostengünstig für 3600 Euro mittels Bitumen und Split zu sanieren. Der Hausverwalter händigte einen Vorschuss von 2400 Euro aus. Die Arbeiter fuhren daraufhin mit einem Lkw und einer Walze vor, brachten eine dünnflüssige, schwarze Flüssigkeit mittels Gießkanne auf, überschütteten das Ganze mit Splitt und walzten es ab – fertig war die Sanierung. Die Übergabe des restlichen Geldes kam dann glücklicherweise nicht mehr zustande, weil ein Bewohner die Polizei hinzugerufen hatte, als er feststellte, dass die Arbeiten nicht fachmännisch ausgeführt worden waren. Als der Truppführer die Polizei erblickte, ergriff er mit seinem Arbeiter in einem Pkw die Flucht. Den Lkw samt Anhänger und Walze ließen sie zurück.

Das aus England stammende Fahrzeug wurde von der Polizei sichergestellt. Da es außerdem in einem verkehrsunsicheren Zustand sein dürfte, wird es nun auch von einem Gutachter überprüft.

Die Polizei warnt generell vor Haustürgeschäften. Die Betrüger sprechen meist ältere Menschen an und bringen sie mit ihrer „Überrumpelungstaktik“ dazu, die offerierten Arbeiten durchführen zu lassen. Grundstücksbesitzer werden gezielt angesprochen: Man habe von einer Baustelle noch Teer übrig, damit könne man günstig den Hof oder die Zufahrt teeren. Schwarz und billig. Nach polizeilichen Erkenntnissen werden bei solchen Haustürgeschäften oft unsachgemäße Arbeiten ausgeführt und weit überhöhte Forderungen erhoben. Oftmals müssen diese Flächen wieder abgenommen und teuer entsorgt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Ausführung von Asphaltierarbeiten durch solche britischen Teerkolonnen in der Regel immer um Schwarzarbeit handelt. Diese „Unternehmen“ hinterziehen Steuern, führen keine Sozialversicherungsbeiträge ab und verletzen handwerks- und gewerberechtliche Vorschriften. Auftraggeber solcher Arbeiten haben keinerlei Garantieansprüche, auch wenn die Arbeiten mit minderwertigem Material ausgeführt wurden und erhebliche Mängel aufweisen.

Die Polizei rät, sich die Namen der Arbeiter, den Firmennamen und den Sitz der Firma geben und die Reisegewerbekarte zeigen zu lassen, einen Nachbarn oder Angehörigen zu den Verhandlungen hinzuzuziehen und auf keinen Fall die Arbeiter unbeobachtet zu lassen. Oft ist es erhellend, eine ortsansässige Firma anzurufen und das Angebot zu schildern und zu vergleichen. Im Schadensfall sollte unbedingt zeitnah Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Das hilft mit zu verhindern, dass andere Menschen auf diese Art Betrüger hereinfallen.

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